Anreise in Melbourne

Um 6 Uhr morgens sind wir leicht gerädert in Melbourne gelandet. Auf unsere Taschen mussten wir höchstens 20-30 Minuten warten…

Mit einem Taxi für AUD 25 (davon 2 Trinkgeld, das ohne Dank zur Kenntnis genommen wurde) zum Hotel gefahren. Das heißt nicht mehr „The Townhouse“, sondern „Rydges“ und sorgte bei uns erst mal für Verwirrung, weil wir dachten der Fahrer habe sich verfahren.

Wir haben erst mal gefrühstückt, da unser Zimmer noch nicht frei war. Kurz nach dem Frühstück (AUD 34 für beide…) konnten wir dann in Zimmer 123 – endlich mal wieder duschen!! Das Zimmer ist groß und gut ausgestattet.

Danach sind wir zu Fuß zur Bourke Street (ca. 15 Min., Einkaufsstrasse im Zentrum) und haben uns in X Geschäften die Füße plattgelaufen – oder besser: plattgeschlichen.

Aber dafür waren wir im Hard Rock Café Melbourne und haben nach dem Genuss von je 1 Mai Tai unsere Glassammlung erweitert und natürlich das obligatorische T-Shirt gekauft. Es war eine Qual, sich wach zu halten.

Wir wir den Tag rumgekriegt haben, ist uns immer noch nicht ganz klar, aber jetzt sind wir glücklich mit 2 Subways (leckere, belegte, Baguette-artige Brote) im Zimmer und völlig groggy – es ist 6:33 p.m.!! Selbst ein Bier an der Hotelbar wäre zu anstrengend.

Heute ging’s schon besser…

Waren vormittags im Victoria Market Place. Es gab eine beeindruckende Vielfalt an Lebensmitteln aus aller Welt – Fische fangfrisch in nie gesehener Vielfalt, Fleisch: zusätzlich zu dem üblichen auch Känguru, Emu, Krokodil. Rumpsteak zu AUD 6,99/Kilo. Obst und Gemüse: bekanntes und exotisches wie z. B. chinesischer Brokkoli (sieht aus wie pockennarbiger Chicoree). Auch eine große Auswahl an Klamotten. Wir haben Bushie -hüte gekauft. Torsten: geöltes Wasserbüffel-Leder, Claudia: Bronco.

Nachmittags durch die Stadt gebummelt. Nichts aufregendes. Waren auch am Yarra-River. Ziemlich schattig heute.

Abends in Imbissbude gegessen. Sah siffig aus, Essen war aber gut (Bratwürste ohne Pelle, Schwein, Speck, Fritten, müder Salat, frische Erbsen und Möhren).

Der Tag fing gut an: beim Frühstück gab es ein Missverständnis. Hatten das light breakfast bestellt, warteten, warteten… Nach einer Weile erklärte uns der Kellner, dass wir uns am Buffet bedienen sollten.

Bei Budget ging alles klar. Nach kurzer Gebrauchsanweisung für den Camper waren wir on the road – nur leider in der falschen Richtung…. J Nach 30 Minuten Irrfahrt hatten wir dann aber doch den Princes Freeway gefunden und waren auf dem Weg zur Great Ocean Road (da war es ca. 13 Uhr). Torsten hat mehrmals an der Tür den Schaltknüppel gesucht und anstelle des Blinkers den Scheibenwischer angestellt. Die Schaltung war schwierig. Statt des 1. Ganges hat Torsten öfter den 3. erwischt, auch den 2. mochte er irgendwie nicht. Einmal fuhr er beim Linksabbiegen mit dem Hinterrad über den Bordstein, hat gut gekracht. Ziemlich kurvig, das Ganze. Es gab viele entgegenkommende Holztransporte. Armer Torsten! Fremder Wagen, links fahren und dann auch noch das!

Die 12 Apostel haben wir noch bei Sonnenuntergang gesehen und dabei zum ersten Mal unsere Aussie- Hüte getragen! Nach den üblichen und obligatorischen Fotos sind wir noch die 3 km bis Port Campbell auf den Campingplatz gefahren (AUD 16 mit Strom).

Da wir keine Lust mehr hatten, selber zu kochen, haben wir in einer Art Snackbar-Tante Emma Laden-Videoverleih (Port Campbell Take Away) einen Hamburger gegessen. Sitzen jetzt bei Nieselregen im Camper und trinken Bier. Es ist erst halb 8, aber alt werden wir sicher nicht so ohne Musik und TV…

Bisher nur netten Aussies begegnet – mit Ausnahme einiger chaotischer Autofahrer, aber wir sind ja von Brüssel so einiges gewöhnt!

P.S. Auf einem Feld: Vogelscheuche mit Hut auf Strohballen und Schild: „G’Day“ … Ideen haben die hier!

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Reise von Adelaide bis Port Augusta

Sind gut und recht früh (8.15 Uhr) losgekommen. Aus Adelaide raus war kein Problem, die Ausschilderungen sind gut. In der nördlichen Umgebung von Adelaide wird Obst und Gemüse angebaut. Auf der Wakefield Road ging es Richtung Norden – platte Landschaft, Gras- und Buschsteppe, manchmal Bäume. Das Barossa Valley haben wir uns nach einigen Überlegungen geschenkt, da es nicht an unserem Highway liegt. Der Umweg hätte uns 2-3 Stunden gekostet. Nach kostenlos erstandenem Plan gibt’s dort fast nur Winzereien, also für uns eher uninteressant.

Die Känguruwarnschilder sollten nicht von der Strasse aus lesbar sein – vielmehr sollten vom Busch lesbare Autowarnschilder für die Hopser aufgestellt werden. Haben heute zwei Verkehrstote mit Beutel gesehen.

Heute sah die Strecke schon so aus, wie wir uns das Outback (wenn auch in Küstennähe) vorstellen: endlose Weite, braunes – trockenes – Land, Berge am Horizont (Flinders Ranges), Road Trains, Roadhouses, ab und zu kleine Orte (z. B. Port Wakefield – 600 Ew., merkwürdig: ein Hafen ohne Wasser?, hier fängt die Road Train Route an), blauer Himmel mit kleinen Wattetupfern und … die ersten 2 (!) Buschfliegen (die übrigens im Gegensatz zur ordinären Hausfliege keine Krankheiten übertragen, aber einfach lästig sind. Sie fliegen z. B. zielsicher alle feuchten und unbedeckten Körperregionen an, wie Augen, Nase, Ohren. Unser Tipp: Aeroguard Lotion kaufen). Auf den Äckern arbeitende Traktoren waren kilometerweit an der Staubfahne erkennbar.

Man sollte übrigens die Road Trains nicht behindern, sie sind zwar freundlich, haben aber einen immens langen Bremsweg und halten aus verständlichen Gründen ihr Tempo (waren schneller als wir); immerhin dürfen sie insgesamt bis zu 36 m lang sein und haben 500 PS!

In Port Pirie, einem netten kleinen Ort mit einigen sehr schönen kolonialstilartigen Häuschen (sprich: 19. Jh.) haben wir in einem riesigen Woolworth’s unsere Einkäufe erledigt, Claudia hat eine Jogginghose gegen die kalten Nächte erstanden J .

Und weiter ging’s durch die trockene, aber trotz allem nicht öde Landschaft. Es war sogar recht viel Verkehr, d.h. teilweise sogar 10 Fahrzeuge in Sicht! Es ging an einem Salzsee vorbei (vor o.g. Pause), aber auch hier: kein vernünftiger Standstreifen und erst recht kein Parkplatz weit und breit. Also: kein Foto.

Hier in Port Augusta sind wir auf einem Campingplatz auf einem Stellplatz mit Blick auf den Spencer Gulf. Nur Suites hat er leider nicht! Kostenpunkt: AUD 15. Wir sind wie immer (bis jetzt) die einzigen ausländischen Touristen. Was uns nicht stört. Von hier aus starten viele ins Outback, man sieht viele 4X4 mit Outback-Equipment.

Wie immer gab’s viele Schafe, einige Papageien (zu weit weg und im Flug, auch wie immer) und zum Abendbrot Pfeffersteaks (superlecker!!), Salat und Brot. Und Foster’s!

Die rot-blühende Pflanze, die wir am Coorong fotografiert haben, haben wir inzwischen schon öfter gesehen. Scheint also nicht sehr selten zu sein.

Das war er also, der letzte Tag im „Festival State“. Wir waren verloren in der unendlichen Weite des nördlichen Südaustralien. Die Landschaft: flache Wüste, selten eine Erhebung, mit flachen Büschen bewachsen. Richtung Norden immer häufiger völlig kahle Sandflächen in verschiedenen Brauntönen. Hin und wieder kleine Bäume (Eukalyptus, von dem es 400-800 Arten gibt, wir haben da gegensätzliche Meinungen gehört). Merkwürdig waren melonenähnliche Früchte (?) die einfach so am Wegrand lagen. Was das wohl ist? Sind an zwei kleinen Salzseen vorbeigekommen, die wir nicht fotografieren konnten, weil man nicht anhalten konnte. Heute morgen hat Claudia die ersten 4 lebenden Kängurus gesehen (wie gehabt: man konnte nicht halten), und im Laufe des Tages kamen 6-7 tote dazu. Außerdem haben wir ein paar große Raubvögel (Adler?) gesehen. Echt beeindruckend.

Unser erster Pit-Stop war Pimba, nach 179 km. Hier im Outback gibt es ca. alle 200 km eine Tankstelle mit Servicestation. Der zweite Halt, Glendambo, war nicht weiter interessant, außer dass dort 30 Menschen und 22500 Schafe leben. Einen großen Campingplatz mit Motel gab es dort auch. Wir haben wiederholt trockene Wasserläufe überquert.

Die letzten 200 km war es sehr windig, d.h. bei entgegenkommenden Road Trains: Tempo verringern, da man sonst Gefahr läuft, von der Strasse geweht zu werden.

Opalfelder in Coober Pedy

Je weiter wir Richtung Coober Pedy kamen, desto mehr Camper waren auf der Strasse. Einmal haben wir sogar einen Radfahrer mit voller Ausrüstung gesehen!

Coober Pedy ist die Metropole der südaustralischen Wüste und weltwichtigste Opalstadt. Dort haben wir zuerst auf dem Opal Inn Campingplatz eingecheckt. Dann wollten wir unsere Gasflasche auffüllen lassen. An der Tankstelle nebenan konnten sie uns nicht helfen, da der Tankwart (Aushilfe?) auch nicht wusste, wie das geht. Also sind wir zur nächsten Tankstelle. Der nette Aussie dort stellte fest, dass wohl nur was in der Leitung saß. Er hat nicht mal Geld genommen.

Danach ging’s dann in den Ort und in einen Opal-Laden, wo wir unsere Super Saver Card von Budget einsetzen konnten (-10%). Die Eigentümerin ist aus Minden, hat ihren Mann im Urlaub vor 15 Jahren kennensgelernt und ist so hier hängengeblieben.

Vorher hatten wir in einem kleinen Imbiss Hot Dogs gekauft. Dort waren zwei Typen, denen man wegen ihres vertrauenserweckenden Äußeren zuhause aus dem Weg gehen würde (Tätowierung, staubige Klamotten, alte Rostlaube, Pitbull-Terrier…). Sie waren aber sehr freundlich und wünschten uns noch guten Appetit. Man sollte also nie vom Äußeren auf den Menschen darunter schließen… Auch der Hund war nett und sonnte sich auf der Veranda.

Nach unserem Opal Einkauf haben wir noch Fotos von einigen unterirdischen Behausungen („dugouts“) gemacht, u.a. einer katholischen Kirche. Das ist wirklich beeindruckend. Die meisten der ca. 3500 Einwohner leben noch so. Es sind aber echte Wohnungen. Coober Pedy selbst ist vor allem staubig und trocken. Die maximale Luftfeuchtigkeit beträgt hier im Juni 40%, im Frühjahr bzw. Sommer teilweise sogar nur 17%. Regentage im Schnitt 2-3 pro Monat. In den Höhlenwohnungen sind sowohl Temperatur (25°C) als auch Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über gleich.

Um die Stadt herum liegen die Opal-Schächte und die aufgeschüttete Erde daraus sieht aus wie überdimensionale Maulwurfshügel. In die Felder zu gehen oder zu fahren ist wegen dieser Schächte, die nicht sehr breit, aber bis zu 20 m tief sind, eher gefährlich.

Im Desert Cave Hotel gibt es einige unterirdische Zimmer und eine ebenfalls unterirdische Bar sowie einen interessanten (auch unterirdischen) Schaugang zum Thema Opale. Der größte je gefundene Opal war ein weißer hier aus Coober Pedy und wiegt 3,5 kg (ca. 17000 Karat). Er wird – ungeschliffen – in Melbourne ausgestellt.

Der Eindruck der unendlichen, menschenleeren Weite hat sich heute noch verstärkt. An einigen Parkplätzen waren wir die einzigen und hörten nichts außer dem Wind und sahen nichts ausser Landschaft und leerem Highway. Die Opalfelder schienen rosa in der aufgehenden Sonne. Schade das man nicht einfach mal selber etwas buddeln kann.

Außerdem haben wir ca. 15 Keilschwanzadler (Wedge-tailed eagles) gesehen und endlich auch mal welche vor die Linse bekommen. Es gab die üblichen, plattgefahrenen Kängurus und eine kleine Kollektion an Papageien/Sittichen/Kakadus.

Die Landschaft wechselte von fast kahl zu „Wald“ (=erstaunlich viele Bäume) und von topfeben zu hügelig. Je weiter wir Richtung Ulura (Ayers Rock) kamen, desto roter wurde die Erde.

Einmal haben mehrere Rinder ein paar 100 m vor uns im Galopp die Strasse überquert. Das ein oder andere lag tot am Straßenrand.

Verkehrsmäßig war richtig viel los, aber jetzt sind mehr Camper und dafür weniger Road Trains zu sehen (zumindest heute).

In Kulgera, einem Roadhouse, haben wir getankt und uns mit zwei monstermässigen Hamburgers The Lot (Fleisch, verschiedenes Gemüse, Speck, Spiegelei – frisch zubereitet!!!) gestärkt. Wegen der Groesse ist das Essen allerdings recht schwierig. Dort einen Road Train mit 3 Anhängern (sind übrigens hier bis zu 50 m lang) geknipst. Nach 403 km haben wir South Australia verlassen und sind ins Northern Territory (’nature territory‘, 158.000 Ew.) eingefahren.

Bei Erldunda haben wir den Stuart Highway verlassen und den Lasseter Highway nach Uluru genommen. Der ist etwas schmaler als der Stuart Hwy. Es gab noch ganze 2 Roadhouses bis Yulara (244 km). Etwa 90 km vorher glaubten wir schon Uluru zu sehen und waren atem- und sprachlos sowie total beeindruckt. Sofort machten wir Bilder. Und stellen etwas später fest, dass wir wie so viele vor uns, reingefallen waren. Es war nicht Uluru sondern der Tafelberg Mount Conner (Atila), ebenfalls sehr schön und beeindruckend, aber nie erwähnt…

Kaum im Resort angekommen und eingecheckt, sind wir auf einen der Lookouts im Resort und haben uns Uluru bei Sonnenuntergang angesehen. Echt schön! (Was denn, ein flauer Kommentar? Wer dieses Schauspiel je erlebt hat, weiß: es gibt keine Worte dafür…)

Das Resort ist riesig, mit mehreren Hotels, Campingplatz, Shopping Center, Tankstelle, Helikopter Landeplatz, Polizei, Feuerwehr, Flying Doctors – also autark. Nur der letzte Teil des Weges zum Campingplatz ist eher schwach beleuchtet bis kohlrabenschwarz bei Nacht!

Ayers Rock und Kata Tjuta

Heute haben wir zum ersten Mal draußen in der Sonne gefrühstückt. Wir haben uns heute einen Daihatsu Mira (Cuore) gemietet und sind zu Kata Tjuta und Uluru gefahren.

53 km zu Kata Tjuta mit Aussicht auf beide – beeindruckend! Am Parkeingang durften wir AUD 15 pro Person löhnen; das gilt für 5 Tage. Leider waren wir ja nur heute da!

Kata Tjuta ist auch sehr schön – mehrere rote Felsen, Löcher im Fels (teilweise bewachsen), Schluchten. Die Vegetation war zum Teil erstaunlich grün, es gab sogar blühende Pflanzen, muss also vor kurzem geregnet haben (?). Tolle Farb- und Schattenspiele durch wechselnde Bewölkung. Trotz Verbotsschildern immer wieder Leute, die die Wege verlassen und Müll in die Gegend schmeißen. Haben einen Dingo gesehen.

Sind einmal um Uluru rumgefahren (9 km) – superschön. Auch hier tolle Lichtspiele. Wir haben ihn nicht bestiegen, da die Aboriginals darum bitten es nicht zu tun. Für sie ist er eine heilige Stätte, an der immer noch wichtige Zeremonien abgehalten werden. „The climb“ sieht schwindelerregend aus (und jedes Jahr gibt es Leute die abstürzen – auch mal welche tödlich, oder am Hitz- oder Herzschlag sterben. Bitte befolgt die Anweisungen in der Broschüre). Im Cultural Center kann man einiges Interessantes über Kultur und Sichtweise der Aboriginals erfahren. Faszinierend, wie sie in einem vermeintlich lebensfeindlichen Land Nahrung und Wasser finden. Habe einen Hat Pin gekauft „I didn’t climb Uluru“ und Torsten einen entsprechenden Aufnäher. Und wir sind stolz darauf! Respekt und Achtung vor anderen Menschen sind wichtiger als eine tolle Aussicht.

von Yulara nach Alice Springs

Unterwegs haben wir wieder die endlose Landschaft, mit Büschen und Spinifex-Gras bestanden, genossen. Es war recht windig. Die Wolkendecke brach immer weiter auf und in Alice schien die Sonne. Es wehte aber ein frischer Wind. Haben wieder Adler und auch Wellensittich-Schwärme gesehen. Ein Rind überquerte vor uns die Strasse, obwohl es keinen Zebrastreifen gab… Unterwegs sind wir recht vielen Campern begegnet.

Etwa 100 km vor Alice Springs kamen die MacDonnell Ranges in Sicht. Außerdem sahen wir ein Schild, das vor Kamelen (Dromedaren) warnte. Das ist kein blöder Witz, tatsächlich gibt es in Australien mehr Kamele als in der Sahara und zudem die einzigen, wildlebenden Dromedare der Welt. Bevor die Eisenbahnstrecke durchs Zentrum gebaut wurde und es Autos gab, waren Dromedarkarawanen die „Road Trains“, die Waren quer durch Oz transportierten. Nach dem Bau der Bahn – genannt „The Ghan“ nach den Kameltreibern, die aus Afghanistan stammten – brauchte man die Kamele nicht mehr und ließ sie kurzerhand frei. Im übrigen sind Kamele die einzigen tierischen „Eindringlinge“, die der heimischen Flora und Fauna nicht schaden.

Aus Süden nach Alice Springs kommend, fährt man durch den Heavitree Gap, einen Durchlass zwischen den Eastern und Western MacDonnell Ranges. Sieht gut aus. Alice selber wirkt trotz nur 15.000 Einwohnern schon vergleichsweise großstädtisch, aber nett. Hat eine schöne Fußgängerzone namens Todd Mall.

Der Campingplatz „Stuart Caravan Park“ gefiel uns nicht so besonders: kleine Stellplätze, überall Verbotsschilder, zu kleine Waschräume. Aber sauber war er.

Wir haben ein „Road trains – 50 m long“ Schild fotografiert, sonst glaubt uns das zu Hause keiner. Vor Alice wurde die Landschaft sehr hügelig, und im Ort selber gibt es erstaunlich viel Grün. Torsten hat die „Melonen“ näher beäugt, was ist das wohl? Sie sind gelb und rund oder oval und grün, wiegen ca. 2 kg und waren selbst durch Traktieren mit Fußtritten nicht zu knacken.

Devil’s Marbles einer der Höhepunkte unserer Australienreise

Sind heute morgen bei gutem Wetter losgekommen und haben ein paar Kilometer weiter noch den herrlichen Blick auf die MacDonnell Ranges bei Sonnenaufgang genossen.

Die Landschaft war zunächst noch sehr hügelig (MacDonnell Ranges), später dann wieder Flachland mit einem dichten Teppich von Spinifex berzogen. Die Bäume sind nicht viel höher als das Gras. Je weiter wir Richtung T.C. kamen, desto mehr Termitenhügel gab es, manchmal in richtigen Kolonien.

Um 7.50 Uhr haben wir den Wendekreis des Steinbocks (Tropic of Capricorn, 23,5°S, 133,8°E) überschritten und sind somit offiziell in den (trockenen) Tropen.

Weiter ging’s an einer alten, halb zerfallenen Homestead und einem alten Brunnen (im 19. Jh gegraben) vorbei nach Barrow Creek. Die dortige historische Telegraphenstation (von 1872) war auch sehr interessant. Sind an einem der beiden Stuart Memorials vorbeigekommen. Wir haben wieder Adler und Wellensittiche gesehen. Hier und da eine tote Kuh oder ein paar tote Kängurus am Straßenrand gehören (leider) schon zur Routine. Nicht zur Routine gehörte der Anblick eines Wagemutigen, der nicht mal mit Fahrrad, sondern zu Fuß mit einem Handkarren für sein Gepäck unterwegs war…

Dann kam der Höhepunkt des Tages: Devil’s Marbles, ca 110 km vor T.C., Granitblöcke. Auf Fotos sieht man ja immer nur 3 bestimmte, dabei gibt es Dutzende (wenn nicht Hunderte) davon! Sehr beeindruckend, vor allem die vom Wasser (Regen) gesprengten! Einige sehen wirklich aus wie riesige Murmeln. Wir haben dort ein paar Amerikaner getroffen, die bei der US Botschaft in Canberra arbeiten. Sonst war niemand dort.

Tennant Creek (‚Desert Town‘) ist ein kleines, aber großzügig angelegtes Dorf von eher geringem Interesse (3500 Ew.). Auffällig war, dass wir dort mehr Aboriginals als Weiße gesehen haben, im Gegensatz zu den vorherigen Orten. Haben einen superleckeren Hamburger The Lot (wir sind süchtig danach!) gegessen. Die meisten Geschäfte waren wegen irgendeiner Veranstaltung geschlossen. Wir haben den Ausblick vom Bill Allen Lookout (etwas außerhalb) über die Weite Zentralaustraliens genossen. Danach wollten wir uns noch die Peko Mine = alte Kupfermine ansehen; T.C. ist eine Kupfer- und Goldgräberstadt, auch wenn sie nicht so wirkt. Beiname der Tennant Creek Region: „Heart of Gold“. Die letzte Führung war leider 30 Minuten vorher. Beim Herumstromern wurden wir von 2 Typen am Grill angesprochen, ob wir zu Tee/Kaffee und T-Bone Steak zu AUD 8 bleiben wollten (natürlich das Beste im ganzen Territory). Auf unsere Entgegnung, wir wollten uns nur etwas umsehen, meinte der Eine „sure, looking around don’t cost nothing“. Wir sind dann im Bogen zu unserem Van zurück….

Der Caravan Park ist sehr schön angelegt und sauber, die Besitzer sehr nett.

entlang des Stuart Highways

Um kurz nach 7.00 Uhr waren wir bei starkem Wind wieder auf dem Stuart Highway, der Wind ließ dann im Laufe des Tages zum Glück nach (der Van ist doch windempfindlicher als ein PKW J ). Es war richtig schön warm, blauer Himmel, vereinzelte Wolken. Die Landschaft wechselte zwischen hügelig und platt. Die Vegetation wurde dichter, grüner, die Bäume höher; vorwiegend Eukalyptus und hin und wieder Palmen, wohl angepflanzt. Es gab wieder viele Termitenhügel, einige davon recht hoch, ca. 1.60 m.

Wir haben den Abstecher von ca. 3 km (einfache Strecke) nach Daly Waters, zum (angeblich) ältesten Pub des Northern Territory gemacht. Das ist der mit den Slips und BHs an der Decke und allem möglichem anderen Kram an den Waenden (Bierdeckel, ausländische Geldscheine, Visitenkarten, Nummernschilder…). Hat sich gelohnt, genauso stellt man (oder wir) sich das Outback und seine Leute vor (rau, aber sehr herzlich!!). Auf dem Rückweg haben wir kurz den Stuart Tree (tot, ohne Äste) besichtigt und in der Nähe desselben schwarze Kakadus (für Vogelfans: rotschwänzige Rabenkakadus) fotografiert.

Haben immer noch kein lebendes Känguru gesehen, schluchz!!!

Unser nächste Rast war am Renner Springs Roadhouse, untergebracht in einem historischen Pub.

Hier in Katherine ist es schon recht tropisch. Heute Abend konnten wir mit Citronelle-Kerze gegen die Mücken endlich in Shorts und Badeschlappen draußen sitzen!

Bericht über Springvale Homestead

Heute morgen sind wir zuerst zur historischen Springvale Homestead gefahren, ein ehemaliges Gut, das heute einen Teeladen und einen Caravan Park beherbergt. Sehr interessant: eine Hochwassermarke von Februar 1997, aus der zu ersehen ist, dass der Katherine River in der Wet Season (Monsunzeit, von Oktober – April) tatsächlich bis zu 6/7 Meter steigen kann!! Irre.

Und nun wissen wir auch, wo der Müll, den wir längs des Highways hin und wieder in Baumkronen haben hängen sehen (in 2-3 Meter Höhe) herkommt: eine Unterhaltung mit unserem Campingplatz-Nachbarn ergab, dass dies keine Bierlaune der Aussies, sondern eine Laune der Natur ist. Nämlich die Überbleibsel der Überschwemmungen während der Wet Season. Irre, wenn man sich vorstellt, dass das vermeintlich total platte, riesige Zentrum (stellenweise) so überschwemmt wird!

Die School of the Air hatte heute leider keine Führungen. Wäre sicher auch total interessant gewesen. Immerhin sind Lehrer und Schüler zum Teil bis zu 900 (!!!) km voneinander entfernt. Laut unserem Nachbarn auf dem Campingplatz geht die School of the Air bis zur 7./8. Klasse, darüber hinaus müssen die Kinder auf Internate gehen. Er hat uns auch erklärt, dass die Melonen tatsächlich welche sind, Patty Melons genannt, und für Menschen ungenießbar.

Die Katherine Gorge (4 Stunden-Tour zu AUD 41/Person) ist wirklich sehenswert! Wir waren in 3 von den 13 Gorges, aus denen sie insgesamt besteht und mussten dreimal das Boot wechseln (je Strecke), weil jetzt in der Dry Season das Wasser zu niedrig ist, um durchzufahren. Leider sprach der Bootsführer wie ein Auktionator und damit – selbst für Aussies, wie uns bestätigt wurde – unverständlich. Zum Abschluss sagte er noch: „Ende des Bandes“. Haben leider auch keine Crocs gesehen, aber ihre Rastplätze: „Crocodile Resting Area – Do Not Enter“. Es waren auch viele Kanufahrer unterwegs. Haben uns ziemlich lange mit einem Mann aus Sydney unterhalten, der mit Frau, Sohn und Tochter unterwegs war. Er kannte sich erstaunlich gut aus in Europa (besser als wir in Oz), vor allem Deutschland, obwohl er noch nie da war.

Heute haben wir endlich 2 lebende Kängurus (genauer: Wallabies) vor die Augen und die Linse bekommen!!!!! Außerdem gesehen: 1 Kormoran, 2 Warane (Goannas), Fruit Bats und einen kleinen, bunten Papagei.

Pine Creek

Haben heute morgen zuerst unseren zum ersten Mal leeren Wassertank nachgefüllt.

Die Fahrt war völlig easy durch relativ dichte Vegetation. Teilweise konnte man schwarze Flächen (vermutlich kontrolliertes Abbrennen) sehen. Die Termitenhügel werden immer größer. Wir haben über 3 (in Worten: drei) Meter hohe gesehen. Bei der Durchfahrt durch Pine Creek, eine alte Goldgräberstadt, haben wir einen kurzen Blick auf eine alte Goldmine geworfen, d.h. auf den jetzt darüberliegenden Stausee. Dann haben wir den alten Bahnhof besichtigt, in dem auch die Post- und Telegraphenstation untergebracht war, und uns dort eine alte Lokomotive, einen alten Personenwagen und das alte Post Office (interessant: der Uralt-Kühlschrank) angesehen. Der ältere Mann dort war ein echtes Original, ein Rentner der den Job ehrenamtlich macht. Torsten hat einen alten Schwellennagel für AUD 5 erstanden, welcher zu Pfeife & Flaschenöffner umfunktioniert wurde. Angeblich warnte man damit vor dem Erscheinen von Vorgesetzten oder pfiff schönen Mädels hinterher – oder sollte das etwa bloß ein Märchen sein??? J

Kakadu ist übrigens World Heritage Area. Wir waren schon kurz nach 12 Uhr hier.

Auf dem Campingplatz im Kakadu haben wir eine Mini Eidechse gesehen (unsere erste) und noch ein paar Rabenkakadus. Den Rest des Tages haben wir im Schatten unseres Campers relaxed. Bei der Hitze hat selbst das Bewegen des kleinen Fingers die Schweißporen zu Miniatur-Springbrunnen gemacht.

Anmerkung: Haben in der Zeitung gelesen, dass es vorgestern bei 4°C an Uluru geschneit hat. Nicht einmal die Aboriginals haben ein solches Ereignis überliefert (und das bei immerhin geschätzten 40.000 Jahren Geschichte). Die Einheimischen dort haben sich von europäischen Touristen bestätigen lassen, das es tatsächlich Schnee war.

Reise Erlebnisse im Kakadu National Park

Wir haben uns heute morgen aufgemacht, Kakadu ein bisschen zu erkunden. Wir hatten eigentlich die Teilnahme an einem frühmorgendlichen Bushwalk mit einem Park-Ranger geplant. Der innere Schweinehund, der scheinbar mit näherrückender Zivilisation stärker wird, hat schon nach 30 Sekunden gesiegt. Hinterher haben wir uns dann doch geärgert.

So sind wir denn gemächlich in Gang gekommen und haben uns auf den Weg zum nebenan gelegenen Cultural Center gemacht. War wieder interessant, etwas über Lebensweise und Mentalität der Aborigines zu erfahren.

Dann fuhren wir zum Nourlangie Rock. Dort gibt es zwei Wanderwege, entlang derer man sehr schöne und interessante Felsmalereien der Aboriginals sieht, zudem noch schöne Aussichtspunkte hat. Wir haben uns für den kürzeren Weg entschieden, für den man immerhin auch 45 Minuten braucht. Es gibt einen besonders schönen Ausblick auf den Wohnort des Donnergottes (Name vergessen – schäm!), eine ‚gefährliche heilige Stätte‘ der Aborigines.

Übrigens wurde „Crocodile Dundee“ im Kakadu gedreht, u.a. auch am Nourlangie Rock.

Der Ort Jabiru (1100 Ew.) hat nicht viel zu bieten außer einer kleinen Shopping Plaza und einigen Uranminen. Komisch, und das in einem Nationalpark, der noch dazu World Heritage Area ist. Grund zu Diskussionen zwischen Aborigines und Regierung.

Von dort ging es zurück nach Cooinda, wo wir ca. 30 Minuten vor Beginn der Yellow Water Tour eintrafen. Die war ein SUPER Erlebnis!

Über die Billabongs (Überschwemmungszonen) eines Nebenarms des Alligator River ging es 2 Stunden lang, von 16.30 Uhr bis Sonnuntergang, in einem Alu-Flachbodenboot. Unser Guide, Jason, hat seine Sache sehr gut gemacht, ist ‚fotofreundlich‘ gefahren und hat oft gestoppt, gezeigt und erklärt.

Wir haben zig verschiedene Vögel gesehen, vom kleinen, blau-orangefarbenen Königsfischer über den Jabiru (Australiens einziger Storch, Männchen: schwarze Augen, Weibchen: gelbe Augen, ansonsten nicht zu unterscheiden), bis zum Weißbauchseeadler (White-bellied sea eagle). Ab-so-lut umwerfend! Dazu: Seerosen, Seelilien und wer weiß was noch an Pflanzen.

Und natürlich: Crocs. Genauer gesagt: Salt Water Crocodiles (kurz ‚Salties‘, zu deutsch Leistenkrokodile). Mal im Wasser, einige auf Land, schwimmend, abtauchend, faulenzend. Zwei oder drei waren laut Jason 4-5 m lang. Die Formel: Kopflänge des Salty X 6-7 = Gesamtlänge. Nach letzten Zählungen gab es in diesem Gebiet 107 Salties und ganze 4 Freshwater oder Johnston-Krodokile (letztere wiederum für Menschen ungefährlich). Salties können geschätzte 80 Jahre alt und bis zu 7 Meter lang werden. Das größte je gemessene in Yellow Water hatte ‚nur‘ 5,50 Meter. übrigens gibt es sie in jeder Art Wasser, ob süß oder salzig, Fluss, Billabong, Meer…. Ihre ‚staple diet‘ (Hauptfutter) hier: Fische, vor allem Barramundi. Sehr selten mal ein Vogel, noch seltener mal ein Pferd (es gibt einige Weiden die direkt bis ans Wasser gehen). In der Wet Season legen die Weibchen Eier in ein selbstaufgeschüttetes Nest und bewachen es bis zum Schlüpfen der Jungen – und die Aboriginals entnehmen Eier aus dem Nest ohne das Muttertier dabei zu stören und logischerweise auch nicht zu reizen!!

In der Wet Season ist der Wasserstand um 2,50 m höher als heute, während der Dry Season. Unglaublich, wie die Pflanzen das überleben – zum Teil von Trockenheit zur Unterwasserpflanze!

Wasserbüffel haben wir nicht gesehen, obwohl es mal so viele dort gab, dass das Gebiet versteppt war. Auch Wasserbüffel gehören zu den ‚Eindringlingen‘, die der heimischen Natur sehr schaden. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es einige Büffeljäger im Norden, die sie in großen Zahlen abgeschossen haben.

Die Yellow Water Tour kostete uns übrigens AUD 25 pro Person. Ohne Einschränkung empfehlenswert, Prädikat: Muss man gesehen haben.

Wandmalereien am Ubirr Rock

Heute morgen ging’s auf zur letzten Fahrt mit unserem Campervan.

Bei Ubirr Rock sind wir noch mal abgebogen, um uns Aboriginal-Felszeichnungen anzusehen. Es gibt dort einen netten, kleinen Wanderweg. Dann ging’s weiter Richtung Ausgang Kakadu National Park und ohne Begeisterung den Arnhem Highway entlang Richtung Zivilisation.

Die Landschaft war die bekannte: recht dichte Vegetation, von abgebrannten Flächen unterbrochen und beeindruckende Termitenhügel. Wir haben auch den South Alligator River (es gibt keine Alligatoren in Oz, damals wurden die Crocs pauschal so genannt) überquert, einen breiten und vor allem wasserführenden Fluss – selbst hier in den Tropen (wie gesagt: trockene Tropen) in der Dry Season keine Selbstverständlichkeit. Auch der Adelaide River ist recht breit. Dort kann man Bootsfahrten zu den ‚springenden Crocs‘ machen, d.h. an Stangen werden Köder vom Boot aus über’s Wasser gehalten, die Crocs springen aus dem Wasser heraus und schnappen sich das Fleisch. Wir haben die Boote gesehen, hatte aber keine Lust so eine Tour mitzumachen.

In den Adelaide River Wetlands gab es massenweise Vögel und auch einige Wasserbüffel. Natürlich fotografiert!

Hier in Darwin hat uns nun die Zivilisation und ein Hotelzimmer wieder – aber sooo toll finden wir das gar nicht, das Nomadenleben mit unserem kleinen Camper hat uns super gefallen!

Wir haben erst im Hotel eingecheckt, unser Gepäck aufs Zimmer gehievt und anschließend den Wagen bei Britz zurückgegeben. Wir haben ein Lob als „gute Kunden“ eingeheimst, weil es keine Probleme mit unserem Wagen gab. Wochenbilanz bei Budget: 10 Wagen mit Känguru-Unfällen, ein Mann hatte beide Schlüssel verloren und ein tragischer Unfall mit Überschlag zwischen Pine Creek und Jabiru, bei dem beide Opfer mit Kopf- bzw. Rückenverletzungen noch in Lebensgefahr schweben.

In Darwin’s Fußgängerzone haben wir ein nettes, rustikales Restaurant gefunden, das „Hog’s Breath Café“, und dort lecker gegessen. Sehr nett eingerichtet, mit Souvenir-Shop wie die Hard Rock Cafés. Leider machen sie schon um 23.00 Uhr dicht.

rumlungern in Darwin

Der Gang zum nahegelegenen Lamaroo Beach erwies sich leider als Flop: Steinstrand, rumlungernde Typen. Also wieder kehrt.

Nach einigen Abstechern in Souvenirläden (und es gibt viele in Darwin!) machten wir uns zu Fuß auf zum Mindil Beach. Ganz nett dort, kaum was los. Nach 30 Minuten Fußmarsch und dummerweise ohne Wasser kam sich Claudia nach einer Stunde am Strand schon vor wie Quasimodo: „Wasser!!“

Zum Glück fährt vom Strand bis mehr oder weniger vor unser Hotel ein Bus: AUD 1 pro Nase, 5 Minuten Fahrt. Abends waren wir wieder im Hog’s Breath, das diesmal knüppelvoll war. Der Service war aber unverändert gut und sehr freundlich. Wir haben unseren ersten Barramundi gegessen – delikat! Schade, dass es den Fisch nicht auch in Europa zu kaufen gibt.

Ach ja: Als wir heute morgen die Bushaltestelle suchten, um zum Strand zu fahren (und deswegen am Ende zu Fuß zum Mindil Beach gegangen sind), haben wir einen Passanten um Rat gefragt. Nach angestrengtem Suchen erklärte er uns entschuldigend, er sei leider auch nicht von hier, sondern aus Adelaide.

 

Litchfield National Park in Darwin

Nach Abholung des für heute gemieteten Ford Festiva (Fiesta) Eco Sport frühstückten wir erst mal im Confetti und fuhren dann auf ‚unserem‘, dem Stuart Highway, zum Litchfield National Park.

Dort haben wir die größten Termitenhügel gesehen: 6 (SECHS) Meter hoch! Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass die Erbauer kleine, blinde Insekten sind! Die Hügel eines anderen Termitenstammes sind flach und grob in Nord-Süd Richtung ausgerichtet (erinnern in Farbe und Form an Grabsteine).

Im wesentlichen gab es im Park Wasserfälle. Florence Falls – dort kann man auch schwimmen. In der Nähe sind die Bluey Rockholes, kleine hintereinanderliegende und miteinander verbundene ‚Tümpel‘, in denen man auch schwimmen darf. Sie waren auch recht voll.

Von den Tolmer Falls hatten wir nicht nur einen schönen Blick auf den Wasserfall selbst, sondern auch auf einen zum Glück weit entfernten, recht großflächigen Buschbrand. Sah für unsere ungeübten Augen jedenfalls nicht kontrolliert aus. An den Tolmer Falls leben in Höhlen seltene Fledermäuse (Ghost Bat, Orange Horseshoe Bat), Short Ear Wallabies und Olive Pythons.

Weiter zu den Wangi Falls, die sich in ein sehr großes Becken ergießen, das auch als Pool genutzt wird. Crocs werden durch Netze oder so am Hineinschwimmen gehindert.

Auf dem Rückweg haben wir auf der Weide einer Station zwei Wasserbüffel schön dicht vor die Linse bekommen.

Zum Abschluss des Tages haben wir in Doctor’s Gully zusammen mit vielen anderen Touristen die wilden Fische, die jeden Tag bei Flut kommen, mit von Organisatoren verteilten Weißbrot gefüttert. Claudias Jeansshorts und T-Shirt waren hinterher etwas feucht (man steht mit den Füßen im Wasser).

 

Unser letzter Urlaubstag am Mindil Beach in Darwin

Wir waren heute noch mal am Mindil Beach, wo absoluter Tiefwasserstand war. Massen von Einsiedlerkrebsen krochen auf dem Strand herum. Nach drei Stunden Schmoren in der Sonne haben wir den Strand wieder in australische Hand übergeben.

Luftfeuchtigkeit heute nur 19%!

Dann kam unser letzter (schluchz) Besuch im Hog’s Breath Café. Die Mannschaft hat uns jedem ein Bier ausgegeben, weil es unser letztes Mal war. Total nett! Mit einem Studenten, der dort jobbte, haben wir uns noch länger unterhalten und auch von ihm verabschiedet. Bedienung und Essen dort waren immer gleichbleibend ausgezeichnet! Nach kurzen Vergleichen unsererseits Oz<->Belgien war er total platt, dass Belgien tatsächlich ein Land ist. In Oz gibt es Stations (Ranches), die größer sind….

Das war es dann leider, unser Aufenthalt Down Under – gerne gehen wir nicht. Land und Leute haben wir in unser Herz geschlossen. Es war das erste, aber hoffentlich nicht das letzte Mal, das wir in Australien waren…