Anreise in Melbourne

Um 6 Uhr morgens sind wir leicht gerädert in Melbourne gelandet. Auf unsere Taschen mussten wir höchstens 20-30 Minuten warten…

Mit einem Taxi für AUD 25 (davon 2 Trinkgeld, das ohne Dank zur Kenntnis genommen wurde) zum Hotel gefahren. Das heißt nicht mehr „The Townhouse“, sondern „Rydges“ und sorgte bei uns erst mal für Verwirrung, weil wir dachten der Fahrer habe sich verfahren.

Wir haben erst mal gefrühstückt, da unser Zimmer noch nicht frei war. Kurz nach dem Frühstück (AUD 34 für beide…) konnten wir dann in Zimmer 123 – endlich mal wieder duschen!! Das Zimmer ist groß und gut ausgestattet.

Danach sind wir zu Fuß zur Bourke Street (ca. 15 Min., Einkaufsstrasse im Zentrum) und haben uns in X Geschäften die Füße plattgelaufen – oder besser: plattgeschlichen.

Aber dafür waren wir im Hard Rock Café Melbourne und haben nach dem Genuss von je 1 Mai Tai unsere Glassammlung erweitert und natürlich das obligatorische T-Shirt gekauft. Es war eine Qual, sich wach zu halten.

Wir wir den Tag rumgekriegt haben, ist uns immer noch nicht ganz klar, aber jetzt sind wir glücklich mit 2 Subways (leckere, belegte, Baguette-artige Brote) im Zimmer und völlig groggy – es ist 6:33 p.m.!! Selbst ein Bier an der Hotelbar wäre zu anstrengend.

Heute ging’s schon besser…

Waren vormittags im Victoria Market Place. Es gab eine beeindruckende Vielfalt an Lebensmitteln aus aller Welt – Fische fangfrisch in nie gesehener Vielfalt, Fleisch: zusätzlich zu dem üblichen auch Känguru, Emu, Krokodil. Rumpsteak zu AUD 6,99/Kilo. Obst und Gemüse: bekanntes und exotisches wie z. B. chinesischer Brokkoli (sieht aus wie pockennarbiger Chicoree). Auch eine große Auswahl an Klamotten. Wir haben Bushie -hüte gekauft. Torsten: geöltes Wasserbüffel-Leder, Claudia: Bronco.

Nachmittags durch die Stadt gebummelt. Nichts aufregendes. Waren auch am Yarra-River. Ziemlich schattig heute.

Abends in Imbissbude gegessen. Sah siffig aus, Essen war aber gut (Bratwürste ohne Pelle, Schwein, Speck, Fritten, müder Salat, frische Erbsen und Möhren).

Der Tag fing gut an: beim Frühstück gab es ein Missverständnis. Hatten das light breakfast bestellt, warteten, warteten… Nach einer Weile erklärte uns der Kellner, dass wir uns am Buffet bedienen sollten.

Bei Budget ging alles klar. Nach kurzer Gebrauchsanweisung für den Camper waren wir on the road – nur leider in der falschen Richtung…. J Nach 30 Minuten Irrfahrt hatten wir dann aber doch den Princes Freeway gefunden und waren auf dem Weg zur Great Ocean Road (da war es ca. 13 Uhr). Torsten hat mehrmals an der Tür den Schaltknüppel gesucht und anstelle des Blinkers den Scheibenwischer angestellt. Die Schaltung war schwierig. Statt des 1. Ganges hat Torsten öfter den 3. erwischt, auch den 2. mochte er irgendwie nicht. Einmal fuhr er beim Linksabbiegen mit dem Hinterrad über den Bordstein, hat gut gekracht. Ziemlich kurvig, das Ganze. Es gab viele entgegenkommende Holztransporte. Armer Torsten! Fremder Wagen, links fahren und dann auch noch das!

Die 12 Apostel haben wir noch bei Sonnenuntergang gesehen und dabei zum ersten Mal unsere Aussie- Hüte getragen! Nach den üblichen und obligatorischen Fotos sind wir noch die 3 km bis Port Campbell auf den Campingplatz gefahren (AUD 16 mit Strom).

Da wir keine Lust mehr hatten, selber zu kochen, haben wir in einer Art Snackbar-Tante Emma Laden-Videoverleih (Port Campbell Take Away) einen Hamburger gegessen. Sitzen jetzt bei Nieselregen im Camper und trinken Bier. Es ist erst halb 8, aber alt werden wir sicher nicht so ohne Musik und TV…

Bisher nur netten Aussies begegnet – mit Ausnahme einiger chaotischer Autofahrer, aber wir sind ja von Brüssel so einiges gewöhnt!

P.S. Auf einem Feld: Vogelscheuche mit Hut auf Strohballen und Schild: „G’Day“ … Ideen haben die hier!

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Autor: Harrald

Ich bin ein 43 Jahre alter Weltenbummler der im Grunde Zeit seines Lebens nichts anderes gemacht hat als verschiedene Länger zu besuchen und zu erleben. Sei es als Backpacker durch Mexiko oder als normaler Sandalentourist in einem Hotel. So wie es mir möglich ist verbringe ich etwa 6-8 Monate im Jahr in anderen Ländern und lerne neue Menschen kennen. Neben Deutsch und Englisch spreche und versteche ich auch mittlerweile sehr gut Spanisch und Französisch, was ich mir zu 90% während meinen Reisen angeeignet habe. Mittlerweile muss ich allerdings gestehen habe ich auf einer kleinen Insel auf den Philippinen einen festen Reiseort gefunden welchen ich seit knapp 9 Jahren einmal pro Jahr besuche und dann gerne auch 3-4 Monate bleibe.