Devil’s Marbles einer der Höhepunkte unserer Australienreise

Sind heute morgen bei gutem Wetter losgekommen und haben ein paar Kilometer weiter noch den herrlichen Blick auf die MacDonnell Ranges bei Sonnenaufgang genossen.

Die Landschaft war zunächst noch sehr hügelig (MacDonnell Ranges), später dann wieder Flachland mit einem dichten Teppich von Spinifex berzogen. Die Bäume sind nicht viel höher als das Gras. Je weiter wir Richtung T.C. kamen, desto mehr Termitenhügel gab es, manchmal in richtigen Kolonien.

Um 7.50 Uhr haben wir den Wendekreis des Steinbocks (Tropic of Capricorn, 23,5°S, 133,8°E) überschritten und sind somit offiziell in den (trockenen) Tropen.

Weiter ging’s an einer alten, halb zerfallenen Homestead und einem alten Brunnen (im 19. Jh gegraben) vorbei nach Barrow Creek. Die dortige historische Telegraphenstation (von 1872) war auch sehr interessant. Sind an einem der beiden Stuart Memorials vorbeigekommen. Wir haben wieder Adler und Wellensittiche gesehen. Hier und da eine tote Kuh oder ein paar tote Kängurus am Straßenrand gehören (leider) schon zur Routine. Nicht zur Routine gehörte der Anblick eines Wagemutigen, der nicht mal mit Fahrrad, sondern zu Fuß mit einem Handkarren für sein Gepäck unterwegs war…

Dann kam der Höhepunkt des Tages: Devil’s Marbles, ca 110 km vor T.C., Granitblöcke. Auf Fotos sieht man ja immer nur 3 bestimmte, dabei gibt es Dutzende (wenn nicht Hunderte) davon! Sehr beeindruckend, vor allem die vom Wasser (Regen) gesprengten! Einige sehen wirklich aus wie riesige Murmeln. Wir haben dort ein paar Amerikaner getroffen, die bei der US Botschaft in Canberra arbeiten. Sonst war niemand dort.

Tennant Creek (‚Desert Town‘) ist ein kleines, aber großzügig angelegtes Dorf von eher geringem Interesse (3500 Ew.). Auffällig war, dass wir dort mehr Aboriginals als Weiße gesehen haben, im Gegensatz zu den vorherigen Orten. Haben einen superleckeren Hamburger The Lot (wir sind süchtig danach!) gegessen. Die meisten Geschäfte waren wegen irgendeiner Veranstaltung geschlossen. Wir haben den Ausblick vom Bill Allen Lookout (etwas außerhalb) über die Weite Zentralaustraliens genossen. Danach wollten wir uns noch die Peko Mine = alte Kupfermine ansehen; T.C. ist eine Kupfer- und Goldgräberstadt, auch wenn sie nicht so wirkt. Beiname der Tennant Creek Region: „Heart of Gold“. Die letzte Führung war leider 30 Minuten vorher. Beim Herumstromern wurden wir von 2 Typen am Grill angesprochen, ob wir zu Tee/Kaffee und T-Bone Steak zu AUD 8 bleiben wollten (natürlich das Beste im ganzen Territory). Auf unsere Entgegnung, wir wollten uns nur etwas umsehen, meinte der Eine „sure, looking around don’t cost nothing“. Wir sind dann im Bogen zu unserem Van zurück….

Der Caravan Park ist sehr schön angelegt und sauber, die Besitzer sehr nett.

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Autor: Harrald

Ich bin ein 43 Jahre alter Weltenbummler der im Grunde Zeit seines Lebens nichts anderes gemacht hat als verschiedene Länger zu besuchen und zu erleben. Sei es als Backpacker durch Mexiko oder als normaler Sandalentourist in einem Hotel. So wie es mir möglich ist verbringe ich etwa 6-8 Monate im Jahr in anderen Ländern und lerne neue Menschen kennen. Neben Deutsch und Englisch spreche und versteche ich auch mittlerweile sehr gut Spanisch und Französisch, was ich mir zu 90% während meinen Reisen angeeignet habe. Mittlerweile muss ich allerdings gestehen habe ich auf einer kleinen Insel auf den Philippinen einen festen Reiseort gefunden welchen ich seit knapp 9 Jahren einmal pro Jahr besuche und dann gerne auch 3-4 Monate bleibe.