Reise von Adelaide bis Port Augusta

Sind gut und recht früh (8.15 Uhr) losgekommen. Aus Adelaide raus war kein Problem, die Ausschilderungen sind gut. In der nördlichen Umgebung von Adelaide wird Obst und Gemüse angebaut. Auf der Wakefield Road ging es Richtung Norden – platte Landschaft, Gras- und Buschsteppe, manchmal Bäume. Das Barossa Valley haben wir uns nach einigen Überlegungen geschenkt, da es nicht an unserem Highway liegt. Der Umweg hätte uns 2-3 Stunden gekostet. Nach kostenlos erstandenem Plan gibt’s dort fast nur Winzereien, also für uns eher uninteressant.

Die Känguruwarnschilder sollten nicht von der Strasse aus lesbar sein – vielmehr sollten vom Busch lesbare Autowarnschilder für die Hopser aufgestellt werden. Haben heute zwei Verkehrstote mit Beutel gesehen.

Heute sah die Strecke schon so aus, wie wir uns das Outback (wenn auch in Küstennähe) vorstellen: endlose Weite, braunes – trockenes – Land, Berge am Horizont (Flinders Ranges), Road Trains, Roadhouses, ab und zu kleine Orte (z. B. Port Wakefield – 600 Ew., merkwürdig: ein Hafen ohne Wasser?, hier fängt die Road Train Route an), blauer Himmel mit kleinen Wattetupfern und … die ersten 2 (!) Buschfliegen (die übrigens im Gegensatz zur ordinären Hausfliege keine Krankheiten übertragen, aber einfach lästig sind. Sie fliegen z. B. zielsicher alle feuchten und unbedeckten Körperregionen an, wie Augen, Nase, Ohren. Unser Tipp: Aeroguard Lotion kaufen). Auf den Äckern arbeitende Traktoren waren kilometerweit an der Staubfahne erkennbar.

Man sollte übrigens die Road Trains nicht behindern, sie sind zwar freundlich, haben aber einen immens langen Bremsweg und halten aus verständlichen Gründen ihr Tempo (waren schneller als wir); immerhin dürfen sie insgesamt bis zu 36 m lang sein und haben 500 PS!

In Port Pirie, einem netten kleinen Ort mit einigen sehr schönen kolonialstilartigen Häuschen (sprich: 19. Jh.) haben wir in einem riesigen Woolworth’s unsere Einkäufe erledigt, Claudia hat eine Jogginghose gegen die kalten Nächte erstanden J .

Und weiter ging’s durch die trockene, aber trotz allem nicht öde Landschaft. Es war sogar recht viel Verkehr, d.h. teilweise sogar 10 Fahrzeuge in Sicht! Es ging an einem Salzsee vorbei (vor o.g. Pause), aber auch hier: kein vernünftiger Standstreifen und erst recht kein Parkplatz weit und breit. Also: kein Foto.

Hier in Port Augusta sind wir auf einem Campingplatz auf einem Stellplatz mit Blick auf den Spencer Gulf. Nur Suites hat er leider nicht! Kostenpunkt: AUD 15. Wir sind wie immer (bis jetzt) die einzigen ausländischen Touristen. Was uns nicht stört. Von hier aus starten viele ins Outback, man sieht viele 4X4 mit Outback-Equipment.

Wie immer gab’s viele Schafe, einige Papageien (zu weit weg und im Flug, auch wie immer) und zum Abendbrot Pfeffersteaks (superlecker!!), Salat und Brot. Und Foster’s!

Die rot-blühende Pflanze, die wir am Coorong fotografiert haben, haben wir inzwischen schon öfter gesehen. Scheint also nicht sehr selten zu sein.

Das war er also, der letzte Tag im „Festival State“. Wir waren verloren in der unendlichen Weite des nördlichen Südaustralien. Die Landschaft: flache Wüste, selten eine Erhebung, mit flachen Büschen bewachsen. Richtung Norden immer häufiger völlig kahle Sandflächen in verschiedenen Brauntönen. Hin und wieder kleine Bäume (Eukalyptus, von dem es 400-800 Arten gibt, wir haben da gegensätzliche Meinungen gehört). Merkwürdig waren melonenähnliche Früchte (?) die einfach so am Wegrand lagen. Was das wohl ist? Sind an zwei kleinen Salzseen vorbeigekommen, die wir nicht fotografieren konnten, weil man nicht anhalten konnte. Heute morgen hat Claudia die ersten 4 lebenden Kängurus gesehen (wie gehabt: man konnte nicht halten), und im Laufe des Tages kamen 6-7 tote dazu. Außerdem haben wir ein paar große Raubvögel (Adler?) gesehen. Echt beeindruckend.

Unser erster Pit-Stop war Pimba, nach 179 km. Hier im Outback gibt es ca. alle 200 km eine Tankstelle mit Servicestation. Der zweite Halt, Glendambo, war nicht weiter interessant, außer dass dort 30 Menschen und 22500 Schafe leben. Einen großen Campingplatz mit Motel gab es dort auch. Wir haben wiederholt trockene Wasserläufe überquert.

Die letzten 200 km war es sehr windig, d.h. bei entgegenkommenden Road Trains: Tempo verringern, da man sonst Gefahr läuft, von der Strasse geweht zu werden.

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Autor: Harrald

Ich bin ein 43 Jahre alter Weltenbummler der im Grunde Zeit seines Lebens nichts anderes gemacht hat als verschiedene Länger zu besuchen und zu erleben. Sei es als Backpacker durch Mexiko oder als normaler Sandalentourist in einem Hotel. So wie es mir möglich ist verbringe ich etwa 6-8 Monate im Jahr in anderen Ländern und lerne neue Menschen kennen. Neben Deutsch und Englisch spreche und versteche ich auch mittlerweile sehr gut Spanisch und Französisch, was ich mir zu 90% während meinen Reisen angeeignet habe. Mittlerweile muss ich allerdings gestehen habe ich auf einer kleinen Insel auf den Philippinen einen festen Reiseort gefunden welchen ich seit knapp 9 Jahren einmal pro Jahr besuche und dann gerne auch 3-4 Monate bleibe.